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British Columbia

Allgemeine Informationen, Reisezeit und Klima

Britisch Kolumbien ist eine große Provinz mit einer Ost-West Ausdehnung von ca. 1020 km und einer Nord-Süd Ausdehnung von rund 1160 km. Aufgrund des Pazifischen Ozeans, der vielen Gebirgszüge und verschiedener Breitengrade variiert das Klima in der gesamten Provinz stark.

So hat BC eines der feuchtesten Klimate, als auch eines des trockensten Kanadas. Einige Regionen sind sehr mild, andere wiederum weisen extreme Temperaturunterschiede auf.

Im dicht besiedelten Süden sind die Temperaturen im Allgemeinen wärmer. An der Küste ist es milder, jedoch fällt dort auch der meiste Regen. Das Interior und die zentralen Regionen Britisch Kolumbiens haben heiße Sommer mit Temperaturen, die oft 30°C und mehr erreichen können.

Die Winter sind im Landesinneren der Provinz kälter und schneereicher als in den Küstenregionen. Der Norden der Provinz ist wenig besiedelt und im Allgemeinen kälter mit langen Wintern und kurzen Sommern.

Kanada Durchschnittstemperatur und Niederschlag

Pazifische Westküste

Das südliche Britisch Kolumbien an der Küste hat ein mildes, regenreiches ozeanisches Klima, das von einer warmen Meeresströmung, dem nordpazifischen Strom, beeinflusst wird.

Flankiert vom Pazifischen Ozean und den Küsten- und Kaskadengebirgen bietet die Westküste von Britisch Kolumbien mit den bekannten Städten Vancouver und Victoria auf Vancouver Island das mildeste Klima Kanadas.

Die Sommer an der Küste sind warm mit Tagestemperaturen von um die 20°C; die Winter sind die mildesten ganz Kanadas, in denen die Temperaturen kaum unter den Gefrierpunkt fallen.

Mammutbaeume Vancouver Island Kanada

Üppiger temperierter Regenwald mit den berühmten Mammutbäumen von Cathedral Grove im MacMillan Provinzpark auf Vancouver Island. | Bild: © Destination BC

Vancouver

Im Vergleich zum kanadischen Durchschnitt ist das Klima in Vancouver aufgrund des Einflusses der Kuroshio-Meeresströmung ungewöhnlich mild. Die Nähe zum Meer schafft ein Mikroklima. Die Wintertemperaturen sind normalerweise um mehrere Grad wärmer und die Sommertemperaturen um einiges kühler als im Landesinneren.

Durchschnittliche Tagestemperatur im Winter liegt bei 7 Grad plus. Die niedrigste Tagestemperatur fällt an nur zwei Tagen im Jahr unter –10°C. Die durchschnittlichen Tageshöchstwerte im Juli und August liegen bei 22°C, manchmal können sie jedoch auch schon einmal auf über 26°C ansteigen.

Durchschnittstemepratur Kanada

Vancouver, alias “Raincouver”, gilt als äußerst regenreiche Stadt, im Durchschnitt regnet es hier pro Jahr an 166 Tagen. Zwischen November und März kann oft bis zu 20 Tage hintereinander Regen fallen, wenn die als Pineapple Express (Ananas-Express) bezeichnete subtropische Windströmung warme und feuchte Luft aus Hawaii mit sich bringt.

Vancouver Strand Palmen Kanada

Milder Novembertag an Vancouvers Strand von English Bay. | Bild: ©Alisa AdobeStock

Die jährliche Schneemenge im Winter beträgt zwar nur knapp einen halben Meter, doch schon leichter Schneefall kann Schulschließungen und großflächige Verkehrsprobleme verursachen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass der Schnee aufgrund der Küstennähe sehr nass ist und sich durch das mehrmalige Steigen und Sinken der Temperatur über bzw. unter den Gefrierpunkt Straßenglätte bildet.

Victoria

In der auf Vancouver Island gelegenen Hauptstadt von Britisch Kolumbien ist das Klima sehr mild; selten steigen die Temperaturen über 30°C oder fallen unter 0°C. In Victoria beträgt die jährliche Durchschnittstemperatur 11°C, die wärmste in Kanada.

Durchschnittstemepratur Kanada

An durchschnittlich zwei Tagen pro Jahr fällt die Nachttemperatur unter −5°C. Die Sommer sind trocken und die Winter feucht, aber sie sind auch die mildesten in ganz Kanada. Im Jahr fallen durchschnittlich 883 mm Niederschlag, während in Vancouver fast die eineinhalbfache Regenmenge fällt.

Jeder dritte Winter ist in Victoria praktisch ohne Schnee. Dabei erhält die Stadt über 2200 Sonnenscheinstunden pro Jahr.

Tofino Vancouver Island Kanada

An der Westküste von Vancouver Island in Tofino hingegen herrschen ergiebige Regenfälle vor, die bis zu achtmal so umfangreich sind wie in Victoria. | Bild: © Harbour Air/Mitchell Winton, Tourism Vancouver

Die beste Zeit für einen Besuch an der pazifischen Westküste zwischen Mai und Oktober liegt.

Wenn man jedoch die Meeresstürme in Tofino oder den „flüssigen Sonnenschein“ erleben möchte, der die Zedern grün und den temperierten Regenwald glücklich macht, dann sind die Monate November bis Februar genau richtig. Bitte Regenkleidung nicht vergessen!

Südliche Interior / Okanagan

Das Gebiet des südlichen Interior ist im Sommer sehr heiß. Aufgrund des blockierenden Effekts aufeinanderfolgender Gebirgszüge ist das Klima hier im Landesinneren der Provinz eher trocken, wobei an bestimmten Orten weniger als 250 Millimeter Jahresniederschlag fallen.

Fraser River Canyon Lillooet BC Kanada

Pures Wild West-Feeling! In dieser trockenen steppenartigen Landschaft fühlt man sich in die Pionier- und Goldrauschzeit des Wilden Westens zurückversetzt. Schlucht des Fraser Rivers nahe Lillooet, BC | Bild: © Peter Wolf

Diese ausgedehnte Sommertrockenheit und die hohen Temperaturen schaffen jedoch oft auch Bedingungen, die Waldbrände auslösen können. Juli, August und manchmal sogar noch Anfang September ist die kritischste Zeit. Dann könnte es schon einmal vorkommen, dass bestimmte Straßen aufgrund eines oder mehrerer Waldbrände gesperrt sind, und man eine Ausweichroute einplanen muss.

Das Klima in den Regionen Okanagan und Similkameen ist bestens für den Wein – und Obstanbau geeignet. Mehr als 120 Weingüter und zahllose Obststände geben Besuchern in der Saison Gelegenheit, die kulinarischen Genüsse der Region zu erkunden. Die bekanntesten Städte im Okanagan sind Kelowna, Vernon, Penticton und Osoyoos.

Weingut im idyllischen Okanagan | Bild: © Kris Ulley, AdobeStock

Osoyoos im südlichen Okanagan ist übrigens auch die trockenste und heißeste Ortschaft in Kanada. Hier findet man auf einem etwa 100 Hektar großen geschützten Gebiet sogar eine typische Wüstenflora und -fauna mit diversen Kakteenarten, Skorpionen, Echsen und Klapperschlangen vor. Der nahegelegene Osoyoos See ist mit 24°C einer der wärmsten Kanadas.

Das heiße Wetter breitet sich auch manchmal in Richtung Küste oder in den hohen Norden der Provinz aus. In den niederen Lagen im Landesinneren liegen die Temperaturen im Hochsommer häufig über 40°C. Es kann also in den Sommermonaten in einigen Städten wie z.B. Kelowna, Vernon und Kamloops äußerst heiß werden.

VORSICHT In diesem Bereich kann es Klapperschlangen geben. Die Westliche Klapperschlange (Crotalus viridis), auch Prärieklapperschlange, ist in den westlichen USA bis nach Kanada im Norden und Mexiko im Süden verbreitet. Klapperschlangen Warnung am Kamloops Lake | Bild: © Peter Wolf

Die höher gelegenen Gebiete und Ortschaften im südlichen Landesinneren sind in der Regel kühler und im Winter schneereicher als die Städte in den Tälern. Die Täler des südlichen Interior haben kurze Winter mit nur kurzen Kälteperioden und nur seltenen starken Schneefall.

Starker Schneefall tritt zumeist in bergigen Regionen auf, dort wo auch die beliebten Skigebiete im Süden und Inneren der Provinz zu finden sind, z.B. Sun Peaks, Big White, Silverstar und Fernie.

Nördliches Interior

Die langen Winter im nördlichen Landesinneren sind im Allgemeinen streng und schneereich, aber selbst dort kann manchmal mildere Luft weit ins Landesinnere dringen. Normalerweise herrschen in den Wintermonaten jedoch scharfe Winde und beißende Kälte.

Die kälteste Temperatur in Britisch Kolumbien wurde in Smith River an der Grenze zum Yukon gemessen, wo sie am 31. Januar 1947 auf enorme –58,9°C abfiel – eine der kältesten Messungen, die jemals in Nordamerika aufgezeichnet wurde.

Die Sommer im Norden von BC sind kurz. In den Monaten Juni, Juli und August steigen die Temperaturen auf bis zu 23°C.

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